Erdgeschichte: junge Erde 

1. Mose 1:1-2Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser. lässt es möglich erscheinen, dass Gott zunächst („Am Anfang“) Himmel und Erde erschuf und mit etwas Zeitverzug alles, was danach im Schöpfungsbericht erwähnt ist: Sonne, Mond, Sterne, Meer, Land, Pflanzen, Tiere, Menschen. Darum ist auch denkbar, dass das Material der Erde älter ist als alle Lebensformen. Leider gibt es keine sichere und prämissenfreie Methode, das Alter von Gesteinen zu bestimmen. Radiometrische Datierungen liefern ein uneinheitliches Bild. Verschiedene radiometrische Verfahren sind aneinander kalibriert. Eine externe Kalibrierungsmöglichkeit für radiometrische Verfahren ist der Vergleich mit dem auf Grund der LeitfossilienmethodeGesteinsschichten, in denen man bestimmte, typische Fossilien findet, werden gemäß der Leitfossilienmethode etwa gleich alt eingestuft. (Biostratigraphie) geschätzten Alter von Gesteinen. Es ist also die Evolutionstheorie selbst der Maßstab zur Datierung: Je komplexer die fossilierten Organismengruppen in einem Sediment, desto jünger muss das Sediment sein. Folgerichtig ist darum auch die Biologisierung der geologischen Zeitalter: statt Primär das Paläozoikum, statt Sekundär das Mesozoikum, statt Tertiär das Paläogen und Neogen.

Der Altersunterschied zwischen Erde und Schöpfung lässt sich nicht sicher abschätzen, aber wenn man das „Korrektiv“ Evolutionstheorie beiseite lässt, finden sich durchaus Befunde für eine junge Schöpfung:

••  Saurier sollen laut Evolutionstheorie vor 235 Millionen Jahren aufgetaucht sein und vor 66 Millionen Jahren ausgestorben sein. Man hat in Knochen von Sauriern weiche, flexible und intakte Zellstrukturen gefunden (Schweitzer et al. 2005Schweitzer, M. H., Wittmeyer, J. L., Horner, J. R., Toporski, J. K. (2005). Soft-tissue vessels and cellular preservation in Tyrannosaurus rex. Science, 307(5717), 1952-1955.). Es ist unmöglich, dass Zellen über einen Zeitraum von 66 Millionen Jahren oder länger intakt bleiben, selbst 100 000 Jahre sind nicht denkbar.

••  Eine Supernova ist die Explosion eines Sterns. Eine Galaxie wie die, in der sich unser Sonnensystem befindet, erlebt im Schnitt alle 25 Jahre eine Supernova. Der Staub der Supernovae verteilt sich und bleibt mindestens eine Million Jahre sichtbar und nachweisbar. Um uns herum gibt es Überreste von etwa 7000 Jahren Supernova-Geschichte, nicht mehr.

••  Alle Lebewesen nehmen zu Lebzeiten geringe Mengen des Kohlenstoffisotops C-14Kosmische Strahlen erzeugen freie Neutronen: 14N + 1n → 14C + 1p. Das C-14 oxidiert zu CO2 und wird dann durch Photosynthese assimiliert. auf. C-14 hat eine Halbwertszeit von 5730 Jahren. Nach 250 000 Jahren ist in einem Organismus keine Spur von C-14 mehr vorhanden. Nun gibt es aber in allen geologischen Schichten Fossilreste mit C-14, eben auch in Schichten, die nach der Evolutionstheorie Hunderte von Millionen Jahren alt sein sollen. Auch in Kohle und sogar in Diamanten konnte C-14 nachgewiesen werden.

••  Nach biblischen AngabenAngaben in Genesis zu Lebensaltern etc. führen auf ein Datum der Schöpfung, das etwa 6000 Jahre zurückliegt: Luther errechnete als Jahr der Schöpfung 3961 v. Chr., Melanchthon kam auf 3964 v. Chr., Duncan Macdougan (1840) ermittelte das Jahr 3969 v. Chr. fand die Sintflut 1656 Jahre nach der Schöpfung statt; seit der Sintflut sind weniger als 4600 Jahre vergangen. Die ältesten, heute lebenden Bäume sind alle weniger als 5000 Jahre alt, die meisten etwa 4000 Jahre (gezählte Jahresringe). Warum sollten Bäume, die 5000 Jahre alt werden können, nicht auch 10 000 Jahre alt werden? Solche Bäume findet man aber nicht. Wohl hat man bei der Kiefernart pinus longaeva in Kalifornien Exemplare mit mehr als 7000 Jahresringen gefunden. Allerdings hinterlässt diese Kiefer unter trockenen klimatischen Bedingungen mehrereLammerts, W. E. (1983). Are the Bristle-cone pine trees really so old? Creation Research Society Quarterly, 20(2), 108-115. Jahresringe pro Zeitjahr, wie auch der Akazienbaum der afrikanischen Savanne: Gibt es im Jahr zwei Regenzeiten, bilden sich zwei Jahresringe.

Die ältesten fossilen Baumstämme wurden alle weniger als 1700 Jahre alt. Diese beiden Höchstalter – 5000 Jahre für lebende Bäume und 1700 Jahre für fossile – deuten darauf hin, dass die Schöpfung weniger als 7000 Jahre zurückliegt.

••  Salz und andere chemische Elemente gelangen mit Flüssen ins Meer. Evolutionsanhänger glauben, dass das Meer schon 3 Milliarden Jahre existiert. Wenn das Meer am Anfang keine Mineralien enthielt, hätte ein Bruchteil der Zeit ausgereicht, so viel Salz und Mineralien zuzuführen, wie wir heute im Meer vorfinden. Die vernünftige Annahme, dass dem Meer Salz und Mineralien zugeführt werden, ist inzwischen unbeliebt geworden, weil man durch Bohrungen in Sedimente glaubt abschätzen zu können, dass die Meere im Präkambrium, 1,5- bis 2-malKnauth, L. P. (2005). Temperature and salinity history of the Precambrian ocean: implications for the course of microbial evolution. Paleogeography, Paleoclimatology, Paleoecology, 219, 53-69. soviel Salzgehalt hatten wie heute. Dieser Hinweis passt gut zu den biblischen Aussagen, dass Gott am Anfang das Meer schuf (hoher, ursprünglicherDas Präkambrium entspricht im Schöpfungsparadigma der Zeit vor der Sintflut. Salzgehalt), und dass dann die Sintflut Süßwassermassen gewaltigen Ausmaßes hinzufügte, was die Salzkonzentration verringerte und den Wasserstand der Meere dauerhaft anhob.


Anzeichen für eine Sintflut